
Daheim war ganz weit weg ...
Die so genannten Schwabenkinder kamen zu Tausenden seit dem 17. Jh. bis ins 20. Jh. alljährlich aus den Alpengebieten nach Oberschwaben, um dort als kleine Mägde und Knechte auf Bauernhöfen zu arbeiten.
Sie stammten fast alle aus kinderreichen Familien, deren Lebensgrundlage nicht für alle Familienmitglieder ausreichte. Alternativen zur Auswanderung gab es kaum. Erst Ende des 19. Jh. entstanden dort Arbeitsplätze im großen Stil, die den Rückgang der saisonalen Auswanderung bewirkten. Aus Vorarlberg kamen jedoch Kinder bis zum 2. Weltkrieg nach Oberschwaben.
Sechs Jahrzehnte nachdem die letzten Schwabenkinder auf Wanderschaft gehen mussten, begeben sich die Projekte "Die Schwabenkinder" und "Der Weg der Schwabenkinder" auf ihre Spuren und verbinden die Herkunftsgebiete der Kinder im Alpenraum mit ihrem ehemaligen Arbeitsplatz in Oberschwaben.
Zusammenarbeit heute von hüben und drüben
Für das Schwabenkinder-Programm kooperiert die ELEMENTA WALGAU in der Region mit 14 Gemeinden. Weitere Veranstaltungen zu diesem Thema finden in Baden-Württemberg (D), Vorarlberg (A), Tirol (A), Graubünden (CH), Liechtenstein (FL) und Südtirol (I) statt.
In zwei historischen Gebäuden des Bauernhaus-Museum Wolfegg in Deutschland wird die Geschichte der Schwabengängerei muldimedial aufbereitet (24. März bis 4. November 2012) www.bauernhaus-museum.de
Die detaillierten Programme stehen unter 'Weitere Informationen' zum Download bereit.